Frühjahr/Sommer 2018

Unsere Zeitung Klar & Deutlich bringt in jeder Ausgabe viele interessante Themen: Nachrichten aus Deutschland und dem Ausland, Artikel über Sport, Freizeit, Gesundheit, Wissenschaft, Natur und Unterhaltung. Die Texte sind kurz. Dadurch kann man den Inhalt besser verstehen. Auch das Erlernen der deutschen Sprache geht so ganz einfach.

Schreib's Einfach! Ein Ratgeber für Autoren, der hilft, Mühe und Geld zu sparen.

Schreib's Einfach! Ein Ratgeber für Autoren, der hilft, Mühe und Geld zu sparen.

Prof. Dr. Andreas Baumert:
Einfache Sprache. Verständliche Texte schreiben.

Wie schreibt man so, dass man auch verstanden wird? Prof. Dr. Andreas Baumert gibt 152 Tipps für alle, die Texte schreiben, sich verständlich ausdrücken und unnötige Nachfragen vermeiden wollen. Für Autoren, Journalisten und Verfasser von Handbüchern, Sachtexten und Behördenbriefen ein Muss.

 

"Manche glauben, dass einfache Sprache schlechtes Deutsch sei. Das Gegenteil ist richtig. So zu schreiben, dass Leser verstehen, ist die hohe Kunst der Autoren", schreibt Prof. Dr. Andreas Baumert in seinem Vorwort. Hintergrund dieses Kommentars ist unsere tägliche Erfahrung: juristisch abgesicherte Behördenbriefe, Beipackzettel und Gebrauchsanweisungen versteht längst keiner mehr, wenn er nicht gerade selbst vom Fach ist. Unter den Lesern herrscht trotz Schulpflicht eine weit verbreitete Distanz zum geschriebenen Wort. Für Autoren ist es daher dringend angeraten, die richtige Ausdrucksweise zu finden. Einfache Sprache ist ist das Gebot der Stunde.

 

Warum manche Menschen nicht gerne lesen, hat gewiss mit deren persönlicher Geschichte zu tun. Doch die Autoren, die Verfasser von Literatur und Gebrauchsliteratur haben es in der Hand, daran etwas zu ändern, indem sie mehr auf die Leser zuzugehen. Wie das geht, zeigt Prof. Dr. Andreas Baumert im vorliegenden Buch.

Einfache Sprache ist weit mehr als eine Gefälligkeit für die Leser. Verständlich ausgedrückte Gebrauchsanweisungen, Mitteilungen, Broschüren und Internetseiten vermeiden Nachfragen, Fehler und Missverständnisse, die Millionen kosten können. Man denke nur an die Callcenter, die aufgrund von Nachfragen rund um die Uhr beschäftigt sind. "Ein kleiner Brief hat einen riesigen Haufen Handarbeit zur Folge, kostet unnötig Geld, schafft Verstimmungen und bewirkt so ziemlich das Gegenteil von dem, was er bezwecken soll", bemängelt Baumert an unbedacht formulierter Massenkorrespondenz.

Aus dem Inhalt:

(Empfehlung Nr. 12)
Am Anfang: wichtige oder schlechte Nachrichten
Fallen Sie mit der Tür ins Haus! Schreiben Sie das Wichtige an den Anfang. Wichtig ist, was die Situation und die Interessen des Lesers betrifft. Manchmal auch nur die Neugier, den Wunsch, dabei zu sein oder zu den Wissenden zu gehören.

(Begründung)
Überall wird geschrien, die Stadtwelt ist laut und aufdringlich. Sogar der Papierkram schreit, „Lies mich“, „Kauf mich“, „Werde glücklich mit …“. Jeder muss genau überlegen, welchen Lärm er an sich heranlässt. Wer nicht gut lesen kann, entwickelt erst recht Strategien der Textvermeidung. Deswegen ist die Anregung zum Sofortlesen wichtig: Information, dringend und schnell zu erfassen. Wir brauchen ihre Antwort.

(Beispiele)
a So bekommen Sie den Personalausweis.
b Mit dem neuen Fernseher sofort loslegen.
c Faltblatt zum Kauf eines Autos: Erstmal einsteigen und losfahren. 10 Punkte, die Sie jetzt wissen müssen: …

 

Prof. Dr. Andreas Baumert (Foto) aus Hannover ist Experte für verständliches Schreiben. Er hat mehrere Bücher zu diesem Thema verfasst. In dem nun vorliegenden Grundlagenbuch erfahren Interessierte, was Einfache Sprache ausmacht und wie man sich als Autor dem Stil Einfacher Sprache annähern kann.

Das Buch steht als PDF-Ausgabe zum Download und als Printausgabe zur Verfügung. 240 Seiten.

Datenschutz | Impressum